Routine vs. Abenteuer: What do you feel like today?

Fotoquelle: Unsplash

6:30 Uhr, raus aus den Federn.
6:35 Uhr, Zeit für den ersten Kaffee. Ein Liter Wasser, mit Zitrone natürlich.
Um 6:50 Uhr dann; ab auf die Yogamatte. Und danach? 5 km Joggen.
7:50! Das heißt: raus aus derDusche, an den schön dekorierten Esstisch. Es gibt eine Smoothie-Bowl, super gesund. Bevor gegessen wird – noch schnell ein perfektes Foto für Instagram.
Und jetzt? Mit positiver Energie, voll motiviert an die Arbeit!
Wunschdenken.

Wir alle wären gerne so organisiert. „Aber wer schafft das schon?“, ist der einzige Gedanke, der mir bei der Morgenroutine sämlicher australischer oder amerikanischer Youtuber durch den Kopf geht.
Das was da abgedreht wird? Ist Perfektion bis ins kleinste Detail, Disziplin, Homeoffice, gutes Licht, teure Möbel und ein bisschen Lüge.

Tatsächlich geben mir diese übertrieben perfekten Videos aber immer eine gewisse Motivation, auch in meinen Alltag mehr Struktur und Ordnung einziehen zu lassen. An manchen Tagen? Da klappt das gut. An manchen Tagen bleibt es „Wunschdenken“.

Was für mich am Besten klappt?

„When there’s chaos on the inside, clean the outside“
Und das hilft tatsächlich. Wann immer ich einen Tag habe, an dem ich mit dem falschen Fuß aufgestanden oder nicht bei bester Laune bin und Antrieb und Kraft fehlen, gebe ich mir einen kurzen Moment, um zur Ruhe zu kommen.
Und dann? Dann schaffe ich um mich herum Ordnung. Wenn in meinem Kopf gerade ein Sturm herrscht, der Dinge zu Bruch gehen lässt und Chaos anrichtet, tut es mir gut, zu wissen, dass draußen alles in Ordnung ist. Briefe werden zur Post gebracht, Papierkram erledigt, der Badspiegel geputzt, das Bett gemacht. Und danach sitze ich mit einem Tee in der wunderbar aufgeräumten Wohnung: “Alles nur noch halb so schlimm.”

“Plan out your day!” 
So einfach das auch klingt – so schwer mag es für den ein oder anderen sein, eine Struktur in den Alltag zu bringen.
Wenn aber die Motivation fehlt hilft es mir, einen “Masterplan” für meinen Tag zu haben.
Was ist heute zu erledigen? Was steht wann an? Bei wem habe ich mich schon lange nicht mehr gemeldet? Was kann ich für mich und meinen Körper tun?
Schreib alles auf. Setzte einen Haken hinter die Punkte, die du gemeistert hast. Und du wirst dich produktiv und aufgeräumt fühlen, wenn du deinen Tag ohne offene Aufgaben abschließt.

“What do you feel like today?” 
Du startest den Tag immer mit dem belegten Käsebrötchen vom Bäcker. Irgendwie macht es dich heute nicht so richtig satt und zufrieden. Der morgendliche Kaffee schlägt dir auf den Magen und auf dem Trainingsplan steht heute Joggen, obwohl du eigentlich viel lieber etwas Ruhiges machen würdest.Was ich für mich gelernt habe, wenn es um Essen geht? Dein Körper gibt dir ein Signal, wenn er etwas braucht. Und genauso gibt er dir ein Signal, wenn er etwas NICHT braucht. Wenn du dich nach einem gesunden Müsli oder auch nach garkeinem Frühstück fühlst – hör auf dein Bauchgefühl. Wenn dir der Kaffee heute nicht bekommt, auch wenn du sonst immer drei Tassen am Morgen trinkst – lass es bleiben. Mach das Workout, was heute zu deiner Stimmung passt.
Auch wenn es zu deiner täglichen Routine gehört, brech doch heute einfach mal aus. Hör auf dich und deinen Körper. Mach was anderes. Mach genau das, was dir gut tut.

Ein perfekter Start in den Tag, so wie in einer wunderschön abgelichteten Morgenroutine, ist für mich einfach nicht möglich. Aber das ist okay. Weil ich für mich, und nur mich, meine perfekte Routine finden muss. Oder mein täglich neues Abenteuer. 

 

Die Fotos sind im Elbsalon in Dresden entstanden – auf jeden Fall einen Besuch wert!
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