Author: Nisiika

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Countdown: Wenn du gehst

Es ist Januar.
Aber gerade war doch noch warmer Sand unter meinen Füßen. Gerade lag doch noch der Duft von Frühlingsblumen in der Luft und als ich zählte, da waren es noch 11.
10.
9.
Immer weniger.
Jetzt: 1.

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Routine vs. Abenteuer: What do you feel like today?

6:30 Uhr, raus aus den Federn.
6:35 Uhr, Zeit für den ersten Kaffee. Ein Liter Wasser, mit Zitrone natürlich.
Um 6:50 Uhr dann; ab auf die Yogamatte. Und danach? 5 km Joggen.
7:50! Das heißt: raus aus derDusche, an den schön dekorierten Esstisch. Es gibt eine Smoothie-Bowl, super gesund. Bevor gegessen wird – noch schnell ein perfektes Foto für Instagram.
Und jetzt? Mit positiver Energie, voll motiviert an die Arbeit!
Wunschdenken.

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Neujahr: Jeder Tag ist neu.

Es ist Mitternacht, 00:00 Uhr, die erste Sekunde des neuen Jahrs bricht an. Umarmungen, Küsse. Vor meiner Nase brennt gerade ein Busch ab. Lachen. Frohes neues Jahr.

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Eine Reise durch 2017

Wir sitzen zu zweit auf dem Sofa. In der Wohnung, in der ich mein 2017 verbracht habe. Transformers läuft – zum ersten Mal. Der Film fängt gerade erst an und ich kann der Handlung bereits jetzt nicht mehr ganz folgen. Ich neige meinen Kopf leicht zur linken Seite und sehe ihn an. Seine großen Augen glitzern und Optimus Prime spiegelt sich in den schwarzen Pupillen. Seine Haut ist weich und der Bart im Vergleich zu letztem Jahr um einiges länger.

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Prioritäten: Was wichtig ist

Beschleunigungsgesellschaft. Web 2.0 – schon veraltet. Termine, Termine. Noch mehr. Die Woche ist voll, Abende sind doppelt verplant. Hoffentlich sagt jemand ab, dann kann ich all’ das erledigen, was seit Wochen liegen geblieben ist.
In dem Tunnel aus tickenden Uhren finde ich kein oben und unten. Was ist wichtig, was ist nichtig?

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Keine Labels: dein Körper

„Ab heute esse ich gesund“, sagt die Stimme in meinem allzu vollen Kopf zum dritten Mal in dieser Woche. Aber heute meine ich es auch wirklich so. Jetzt wird es ernst.

Der Morgen verläuft erfolgreich – nur ein Apfel zum Frühstück. Und auch das Mittagessen sieht vielversprechend aus: Salat, kein Brot. Nur Essig, kein Öl. Ein paar Kürbiskerne für den Geschmack. Als ich abends von der Arbeit nachhause komme plagt mich das Loch in meinem Magen.

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Zwei Schlafsäcke, keine Zuflucht

Die Tür fällt ins Schloss. Einen Moment später bemerke ich beim fast schon automatisierten Griff in meine linke Jackentasche, dass ich etwas vergessen habe: den Schlüssel. Ein ungutes Gefühl macht sich in meinem Magen breit. Hier draußen hat es knapp unter null Grad Celsius und ich trage zwar meinen Wintermantel, die Kälte dringt aber dennoch zu jedem Quadratzentimeter meines Körpers durch.

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Kopfschütteln, das Leben ist schön!

Nach der Arbeit fahre ich mit der U13 direkt zum Rotebühlplatz. Ich bin müde, aber ich will sie sehen.
Sie? Meine Freunde. Am Montag ist es die Freundin, die ich seit Wochen nicht mehr gesehen habe.
Am Dienstag dann der Freund, der morgen für einige Wochen nach Californien fliegt. Die Müdigkeit? Sie ist nach einigen Minuten verschwunden. Eigentlich ist noch so viel zu tun. Aber das kann warten.

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Alles Gute, liebes Leben

6:10 Uhr. Der Wecker klingelt und ich drücke auf Snooze. Wie jeden Morgen. 6:19 Uhr. Raus aus dem Bett. Ich gehe ins Bad, schaue in den Spiegel, denke nach, lächle. Heute ist mein Geburtstag. 

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Kein Vergleich

Sie lacht nicht auf Bildern. Warum? Weil meine Oberlippe so schmal ist, dass sie verschwindet, wenn ich meine Mundwinkel zu einem Lachen forme.
Ganzkörperfotos? Sicher nicht – wenn, dann von der rechten Seite. Da sieht sie schlank aus, sagt sie. Hohe Schuhe tragen? Traut sie sich nicht. Nicht, dass die Leute denken, sie wäre eingebildet.
In Mathe sind die anderen besser – waren sie schon immer. Und auch beim Beachvolleyball-Turnier im Sommer sitzt sie lieber am Rand und jubelt ihren Freunden zu.

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