Tag: stuttgart

Vielleicht werde ich 100

“Ich weiß nicht, ob ich alt werde. Kann mir das einfach nicht vorstellen. 50 vielleicht, oder 60. Aber irgendwie ist alles was danach kommt so fern und erscheint so unerreichbar.”
Mama fasst sich aus Entsetzen an die Stirn und fragt mich, warum ich so denke. Ich muss nicht lange überlegen, um eine Antwort zu finden, die tatsächlich mit meinem Empfinden übereinstimmt:
“Ich glaube – ich bin zu schwach.”

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Verschwenderisch schön

Und da liegen wir. Beide blond, beide hübsch, beide beliebt.

Das Licht der Screens leuchtet.
Ihr Körper ist perfekt. So perfekt.
Und ihrer auch.
Und ihrer auch.

Unsere Figuren, die sich unter der Bettdecke abzeichnen, erscheinen lächerlich.
Nichtig. Nicht für ein Foto geeignet. Noch nicht.

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Countdown: Wenn du gehst

Es ist Januar.
Aber gerade war doch noch warmer Sand unter meinen Füßen. Gerade lag doch noch der Duft von Frühlingsblumen in der Luft und als ich zählte, da waren es noch 11.
10.
9.
Immer weniger.
Jetzt: 1.

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Keine Labels: dein Körper

„Ab heute esse ich gesund“, sagt die Stimme in meinem allzu vollen Kopf zum dritten Mal in dieser Woche. Aber heute meine ich es auch wirklich so. Jetzt wird es ernst.

Der Morgen verläuft erfolgreich – nur ein Apfel zum Frühstück. Und auch das Mittagessen sieht vielversprechend aus: Salat, kein Brot. Nur Essig, kein Öl. Ein paar Kürbiskerne für den Geschmack. Als ich abends von der Arbeit nachhause komme plagt mich das Loch in meinem Magen.

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Zwei Schlafsäcke, keine Zuflucht

Die Tür fällt ins Schloss. Einen Moment später bemerke ich beim fast schon automatisierten Griff in meine linke Jackentasche, dass ich etwas vergessen habe: den Schlüssel. Ein ungutes Gefühl macht sich in meinem Magen breit. Hier draußen hat es knapp unter null Grad Celsius und ich trage zwar meinen Wintermantel, die Kälte dringt aber dennoch zu jedem Quadratzentimeter meines Körpers durch.

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Kopfschütteln, das Leben ist schön!

Nach der Arbeit fahre ich mit der U13 direkt zum Rotebühlplatz. Ich bin müde, aber ich will sie sehen.
Sie? Meine Freunde. Am Montag ist es die Freundin, die ich seit Wochen nicht mehr gesehen habe.
Am Dienstag dann der Freund, der morgen für einige Wochen nach Californien fliegt. Die Müdigkeit? Sie ist nach einigen Minuten verschwunden. Eigentlich ist noch so viel zu tun. Aber das kann warten.

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Kein Vergleich

Sie lacht nicht auf Bildern. Warum? Weil meine Oberlippe so schmal ist, dass sie verschwindet, wenn ich meine Mundwinkel zu einem Lachen forme.
Ganzkörperfotos? Sicher nicht – wenn, dann von der rechten Seite. Da sieht sie schlank aus, sagt sie. Hohe Schuhe tragen? Traut sie sich nicht. Nicht, dass die Leute denken, sie wäre eingebildet.
In Mathe sind die anderen besser – waren sie schon immer. Und auch beim Beachvolleyball-Turnier im Sommer sitzt sie lieber am Rand und jubelt ihren Freunden zu.

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Wir sind also Menschen

Im Café sehe ich mir die alten Schwarzweiss Fotos an den Wänden an. Alte Möbel, wie damals in den Siebzigern. Neben uns sitzt eine Gruppe Frauen, jede von ihnen mit einer Kamera um den Hals. Gegenüber drei Freunde, alle trinken frischen, unter den großen Lampenschirmen dampfenden Tee. Ich denke nach.

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Kein Zuhause

  Koh Tao, Thailand. Es ist die zweite Unterkunft an dem vierten Ort, den wir bereisen. Wir sind bereits seit zwei Wochen unterwegs. Langsam fühle ich mich rastlos. Es sind fremde Gerüche, fremdes Essen, andere Sitten. Andere Menschen. Irgendwie habe ich ein klein wenig Heimweh. Als ich einige Stunden später meinen Freund umarme, während wir […]

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Angst um Zeit

Klappe auf, ein neues Pad in die Maschine. Wieder ein Doppeltes. Ich muss wach bleiben. Kapitel 8 von 11 und nur noch drei Tage. Nur noch drei Tage bis zur Klausur. Und ich darf nicht durchfallen. Denn der Urlaub ist schon gebucht. Darf nicht versagen. Beim ersten Schluck meiner großen Tasse Kaffee kullert dann eine […]

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