Tag: you

Zwischen verwirrten Köpfen und verlorenen Herzen

“In welche Richtung geht es zum Österreichischen Platz?”, frage ich und sie zeigen nach links. Nochmal fest umarmen, verabschieden. Dann lege ich einen Sprint ein und springe einige Minuten später in die U1. Gerade so geschafft.

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Wo bist du hin: von Wahrheiten, Gefühlen und unverschönerten Tatsachen

Wo bin ich hin? Ich bin abgetaucht. Abgetaucht in die Weiten des studentischen Ozeans, in kleinste Corallenriffe der Influencer Relations. War Tiefseetauchen zwischen Verzeichnissen und Belegen, zwischen Panikattacken und Stressessen. Hatte dann noch einige andere Zweifel im Gepäck.

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Mean Girls: Was ich mir heute sagen kann

You can’t sit with us!
Und wenn es ihre Münder nicht formen, dass sagen es ihre Gesichter.
Der Film “Mean Girls” ist mittlerweile wohl eher ein Oldie, doch das Phänomen der Girls Clique besteht.
Und wenn du 19 Jahre alt bist, an eine neue Schule oder Universität kommst, dann willst du dazugehören.

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Good things happen

Mitternacht. Ich höre die Geräusche der Heizung und langsam höre ich auf zu frieren. Eigentlich sollte ich schlafen, aber irgendetwas hält mich davon ab. Mit meinen Fingerkuppen streiche ich über seine Handinnenflächen und spüre die kleinsten Falten auf seiner Haut.
Kurz innehalten – das hier einatmen, festhalten. Diesen Moment lieben. Nur einige Augenblicke später schlafe ich ein.

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Schuld ist ein Riesenrad

“Er ruft nicht mehr an.” Er wird einfach nicht mehr anrufen. Und ich kann es nicht begreifen.
Ich habe doch alles gegeben.

Ich sitze da. Die “Stiftung Warentest” Zeitschrift liegt vor mir auf dem kleinen Tisch.
So vertraut.
Nichts hat sich verändert in diesen einundzwanzig Jahren die ich bereits hier ein und aus gehe.
An den Wänden des Wartezimmers hängen dieselben Kritzeleien und ein Kind haut die Schublade zu, in der die vielen Lego-Bausteine ohne irgendeine Ordnung liegen, die auch ich vor einigen Jahren zu einem riesigen Turm zusammengebaut habe.

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Vielleicht werde ich 100

“Ich weiß nicht, ob ich alt werde. Kann mir das einfach nicht vorstellen. 50 vielleicht, oder 60. Aber irgendwie ist alles was danach kommt so fern und erscheint so unerreichbar.”
Mama fasst sich aus Entsetzen an die Stirn und fragt mich, warum ich so denke. Ich muss nicht lange überlegen, um eine Antwort zu finden, die tatsächlich mit meinem Empfinden übereinstimmt:
“Ich glaube – ich bin zu schwach.”

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Verschwenderisch schön

Und da liegen wir. Beide blond, beide hübsch, beide beliebt.

Das Licht der Screens leuchtet.
Ihr Körper ist perfekt. So perfekt.
Und ihrer auch.
Und ihrer auch.

Unsere Figuren, die sich unter der Bettdecke abzeichnen, erscheinen lächerlich.
Nichtig. Nicht für ein Foto geeignet. Noch nicht.

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Neujahr: Jeder Tag ist neu.

Es ist Mitternacht, 00:00 Uhr, die erste Sekunde des neuen Jahrs bricht an. Umarmungen, Küsse. Vor meiner Nase brennt gerade ein Busch ab. Lachen. Frohes neues Jahr.

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Prioritäten: Was wichtig ist

Beschleunigungsgesellschaft. Web 2.0 – schon veraltet. Termine, Termine. Noch mehr. Die Woche ist voll, Abende sind doppelt verplant. Hoffentlich sagt jemand ab, dann kann ich all’ das erledigen, was seit Wochen liegen geblieben ist.
In dem Tunnel aus tickenden Uhren finde ich kein oben und unten. Was ist wichtig, was ist nichtig?

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Keine Labels: dein Körper

„Ab heute esse ich gesund“, sagt die Stimme in meinem allzu vollen Kopf zum dritten Mal in dieser Woche. Aber heute meine ich es auch wirklich so. Jetzt wird es ernst.

Der Morgen verläuft erfolgreich – nur ein Apfel zum Frühstück. Und auch das Mittagessen sieht vielversprechend aus: Salat, kein Brot. Nur Essig, kein Öl. Ein paar Kürbiskerne für den Geschmack. Als ich abends von der Arbeit nachhause komme plagt mich das Loch in meinem Magen.

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